Früher, als ein Haus nach vielen Monaten harter Arbeit endlich seinen Rohbau erreicht hatte, stand den Bauleuten noch eine ganz besondere Herausforderung bevor: das Aufrichten des Dachstuhls.
Ohne moderne Kräne und technische Hilfsmittel musste das schwere Gebälk mit vereinten Kräften auf die Giebelwände gehoben werden. Eine Arbeit, die viel Geschick, Kraft und vor allem Zusammenhalt erforderte. Deshalb kamen Nachbarn, Freunde und Verwandte zusammen, um dem Bauherrn tatkräftig zur Seite zu stehen.
Aus dieser Gemeinschaft heraus entstand eine schöne Tradition: Die Helfer „stahlen“ den Firstbaum und brachten ihn, festlich geschmückt, wieder zurück. Doch bevor er seinen Platz auf dem Dach einnehmen durfte, wurde bei einem gemütlichen Beisammensein verhandelt und gefeiert. Meist endete diese „Verhandlung“ damit, dass der Bauherr seine Helfer zu einem gemeinsamen Fest einladen musste – dem First- oder Hebefest.
Dieses Fest war weit mehr als nur eine Belohnung für die geleistete Arbeit. Es war ein Zeichen der Dankbarkeit, der Freundschaft und des Zusammenhalts in der Dorfgemeinschaft.
Auch heute hat sich vieles verändert. Die schweren Dachstühle werden inzwischen mit Kränen auf das Haus gehoben, und vieles geht schneller und einfacher. Doch eine Tradition ist geblieben: das Firstfest.
Auch bei uns in Südtirol und auf dem Ritten wird dieser besondere Moment noch immer gefeiert. Sobald der Dachstuhl aufgerichtet ist, wird der Firstbaum liebevoll geschmückt und alle Handwerker, Helfer und am Bau beteiligten Menschen werden eingeladen, um gemeinsam diesen wichtigen Schritt zu feiern.
Das First- oder Richtfest ist ein herzliches Dankeschön an all jene, die mit ihrem Können, ihrer Arbeit und ihrem Einsatz dazu beigetragen haben, dass ein Haus entstehen konnte. Gleichzeitig ist es ein Wunsch für Glück, Schutz und viele schöne Jahre unter dem neuen Dach.
Spruch zum First- bzw. Richtfest
Wir wollen gratulieren,
gerichtet ist das Haus,
hat Fenster und hat Türen
und sieht gar stattlich aus.
Der Maurer hat’s gemauert,
der Zimmerer überdacht;
doch dass es hält und dauert,
das steht in Gottes Macht.
Schützt auch das Dach vor Regen,
die Mauer vor den Wind,
so ist doch allerwegen
an Gott allein gelegen,
ob wir geborgen sind.
Ohne moderne Kräne und technische Hilfsmittel musste das schwere Gebälk mit vereinten Kräften auf die Giebelwände gehoben werden. Eine Arbeit, die viel Geschick, Kraft und vor allem Zusammenhalt erforderte. Deshalb kamen Nachbarn, Freunde und Verwandte zusammen, um dem Bauherrn tatkräftig zur Seite zu stehen.
Aus dieser Gemeinschaft heraus entstand eine schöne Tradition: Die Helfer „stahlen“ den Firstbaum und brachten ihn, festlich geschmückt, wieder zurück. Doch bevor er seinen Platz auf dem Dach einnehmen durfte, wurde bei einem gemütlichen Beisammensein verhandelt und gefeiert. Meist endete diese „Verhandlung“ damit, dass der Bauherr seine Helfer zu einem gemeinsamen Fest einladen musste – dem First- oder Hebefest.
Dieses Fest war weit mehr als nur eine Belohnung für die geleistete Arbeit. Es war ein Zeichen der Dankbarkeit, der Freundschaft und des Zusammenhalts in der Dorfgemeinschaft.
Auch heute hat sich vieles verändert. Die schweren Dachstühle werden inzwischen mit Kränen auf das Haus gehoben, und vieles geht schneller und einfacher. Doch eine Tradition ist geblieben: das Firstfest.
Auch bei uns in Südtirol und auf dem Ritten wird dieser besondere Moment noch immer gefeiert. Sobald der Dachstuhl aufgerichtet ist, wird der Firstbaum liebevoll geschmückt und alle Handwerker, Helfer und am Bau beteiligten Menschen werden eingeladen, um gemeinsam diesen wichtigen Schritt zu feiern.
Das First- oder Richtfest ist ein herzliches Dankeschön an all jene, die mit ihrem Können, ihrer Arbeit und ihrem Einsatz dazu beigetragen haben, dass ein Haus entstehen konnte. Gleichzeitig ist es ein Wunsch für Glück, Schutz und viele schöne Jahre unter dem neuen Dach.
Spruch zum First- bzw. Richtfest
Wir wollen gratulieren,
gerichtet ist das Haus,
hat Fenster und hat Türen
und sieht gar stattlich aus.
Der Maurer hat’s gemauert,
der Zimmerer überdacht;
doch dass es hält und dauert,
das steht in Gottes Macht.
Schützt auch das Dach vor Regen,
die Mauer vor den Wind,
so ist doch allerwegen
an Gott allein gelegen,
ob wir geborgen sind.
